Im März 1946 wurde von der russischen Kommandantur Sport erlaubt.
Da aber keine Vereine gebildet werden durften, wurden in Altes Lager und vielen anderen Orten Sportgemeinschaften ins Leben gerufen.
Die Gründung der SG „Frisch Auf“ Altes Lager erfolgte 1947 und wurde am 11.11.1949 offiziell von der Landesregierung bestätigt.

Zu den Gründungsmitgliedern gehörten Artur Paschke als erster Vorsitzender, Martin Hönicke, Hans Ciecior, Richard Kranz, Karl Arndt, Fritz Göritz und Günter Kranz.

Der Fußball dominierte bereits am Beginn. Unter der Führung des Sektionsleiters Fritz Göritz wurde die Männermannschaft 1954 Staffelsieger in der II. Kreisklasse und als BSG Empor Altes Lager dann 1955 Kreismeister. Die wohl aufregendste Zeit der Fußballgeschichte in Altes Lager war aber für viele Spieler die Teilnahme an der Bezirksliga in den Jahren von 1955/56 und 1960/61. Es wurden große Spiele gewonnen aber auch verloren. Für die Spieler war es oft auch eine Kostenfrage, denn die Fahrtkosten mussten selbst bezahlt werden. Die letzten großen Erfolge waren in der Zeit zwischen 1961 und 1965, wie der Staffelmeister 1965 in der II. Kreisklasse. Die Jugendmannschaften, welche sich damals in Schüler, Knaben, Jugend und Junioren gliederten waren ebenfalls erfolgreich. Ab Ende der 60er Jahre nahm die Anzahl der Mannschaften ab. Verdienstvolle Sportfreunde beim Aufbau der Sektion Fußball waren bis 1968 Richard Neumann, Fritz Kaiser sowie Fritz und Willi Göritz. Die nächste Generation im Fußball war auch erfolgreich, konnte aber nicht mehr so viele Mannschaften ins Leben rufen.
Bis zum Ende der 70er Jahre waren unter der Regie von Fritz Kaiser die Männer erfolgreich im Pokal- und Turnierwettbewerb sowie in der Kreismeisterschaft. Unvergessen sind die Freundschaftsspiele mit den Spielern von Narva-Oberweißbach und den sowjetischen Fußballern. Reinhard Brüning bildete im Jahr 1983 eine Mannschaft für den Volkssport.

Die vorerst letzte Männermannschaft, die sich noch aus dem eigenen Nachwuchs formierte, hielt sich mit gutem Erfolg in der II. Kreisklasse. Viele bekannte Namen spielten mit: Christian Göritz, Torsten Krügerke, Uwe Hönicke, Jörg Zettler, Stephan Weißbrot, Jörg Korth und Udo Bachmann, bis sie sich 1988 langsam auflöste.

Heinz Totsche, der von 1986-88 als Trainer tätig war, gründete eine Knabenmannschaft. Diese wurde im Jahr 1987/88 im zweiten Anlauf Kreismeister und errang im gleichen Jahr eine Silbermedaille bei der Kreis-Kinder- und Jugendspartakiade. Diese Mannschaft löste sich aber auf Grund der verschiedenen Jahrgänge wieder auf.

www.altes-lager.euZum Ende der 80er Jahre nahm die Vereinstätigkeit immer mehr ab. Reinhardt Steinke gab sein Amt als Vorsitzender auf. Danach spielte noch für zwei Jahre eine Männermannschaft, bevor der Verein endgültig einschlief. Die Baracke, in der das Sportlerheim untergebracht war, wurde 1992 abgerissen. An dieser Stelle entstand ein Fliesenzentrum.

Natürlich wurde innerhalb der SG auch noch anderer Sport betrieben.
Unter der Leitung von Herr Ciecior und Herr Arndt, wurde beispielsweise Christel Hönicke (verh. Kaiser) 1953 und 1954 Kreisbeste im Turnen-Achtkampf. Auch Richard Zoberbier, der Uropa von Rolf Zoberbier, blieb in Erinnerung als ein bis ins hohe Alter aktiver Sportler und Ehrenmitglied der Sportgemeinschaft.
1962 wurde durch Hans Ciecior und Herbert Hennig eine AG Schulsport gegründet.

Zeitweise gab es einen Tennisklub, eine sehr erfolgreiche Volleyballmannschaft und unter der Leitung von Igor Korobkow eine Sektion Kraftsport. Auch das Billardspiel in der Baracke des Sportlerheimes war als neue Sportart sehr beliebt. In den 80er Jahren wurde durch Birgit Hille eine Gymnastikgruppe gegründet.

www.altes-lager.eu1996 Neugründung mit Fußball und Ausbau Sportlerheim
Nachdem das Training mit einer Kindergruppe bereits 1994 wieder begann,
gründete sich am 5. Juni 1996 die ”SG Blau-Weiß Altes Lager”.

Die Spielorte wechselten im Laufe der Vereinsgeschichte mehrmals. Die alte SG nutzte die zwei inzwischen verschwundenen Sportplätze gegenüber der Schulsiedlung (jetzt Autohaus bzw. Lagerplatz hinter dem Volksheim). Von diesen Plätzen zeugt nur noch der Name der Straße „Am Sportplatz“.  Mit der Wiederbelebung der Vereinstätigkeit war die Suche nach einem neuen Spielort verbunden. Nach langer Suche konnte 1997 in das Stadion der ehemaligen Höheren Fliegertechnischen Schule umgezogen werden. Der Um- und Ausbau des Sportlerheimes wurde von 1998 bis 1999 mit Unterstützung der GemeindeNiedergörsdorf, durch Fördermittel des Landes Brandenburg und mit großem ehrenamtlichem Engagement der Mitglieder durchgeführt. Das Sportlerheim verfügt nun über Umkleidekabinen, Duschen, einen Lagerraum für Trainingsgeräte und einen großen Versammlungsraum.

Im ersten Jahr nach der Gründung spielten die Männer noch in der II. Mannschaft von Malterhausen und anderen umliegenden Orten. Erst in der Saison 1997/98, wurden eine Männermannschaft sowie eine Jugendmannschaft (B-Jugend) angemeldet. Beide spielten in der Kreisklasse des Fußballkreises Jüterbog – Luckenwalde. Somit fanden sich die fußballbegeisterten Jugendlichen und Männer aus Altes Lager wieder in einem Verein zusammen. 1998 wurde eine E-Jugend eröffnet. Trainer waren in dieser Zeit Marko Göritz und  Francesco Moritz im Jugendbereich und Wolfgang Gramit bei den Männern.

www.altes-lager.euZu Beginn der Saison 1999 übernahm Christian Göritz das Traineramt der Männermannschaft in Zusammen-arbeit mit Wolfgang Gramit. In der ersten Halbsaison 1999/00 schafften es die Männer erstmals wieder zum Herbstmeister um im Jahr 2000 in die Kreisliga aufzusteigen.
Durch die erhöhten Anforderungen in der Kreisliga wurde ein Generationswechsel vollzogen wurden. Die ersten damaligen C-Junioren aus den Anfängen des neuen Vereins rückten in die Männermannschaft nach. Die Älteren zogen sich etwas zurück und verstärken nun die etwas ausgedünnte Mannschaft der Freizeitliga. Ein Mittelplatz in der Kreisliga wurde durch unermüdliche Arbeit gehalten. Doch der Abstieg konnte nicht verhindert werden. Nach der Saison 2004/05 spielten die Männer wieder in der Kreisklasse. Ein Höhepunkt in diesem Jahr war die Austragung des Pokalfinales des Fußballkreises Jüterbog-Luckenwalde am 19.06.2005 im Stadion in Altes Lager.

Ab 2000 wurde mit Hilfe von Spendengeldern ein Bewässerungsbrunnen gebohrt und ein Kleinfeldplatz angelegt. Die Bespielbarkeit der Plätze konnte nun auch bei anhaltender Trockenheit gewährleistet werden. Ebenfalls im Jahr 2000 fand sich eine Frauensportgruppe zusammen, die bis 2004 durch Barbara Sakrejz und bis 2008 durch Silke Göritz geleitet wurde.

www.altes-lager.euZur Tradition wurde das Straßenturnier, welches 2008 bereits zum 13. Mal stattfand. Hallenturniere und Freundschaftsspiele wurden organisiert. Beispielsweise fand im August 2000 ein „Länderspiel“ gegen die Vietnamesische Stadtauswahl aus Brandenburg und im Januar 2002 ein Sportlerball mit Livemusik statt. 2002 starteten die Fußballer erstmals ohne Juniorenmannschaft und Christian Göritz trat als Trainer der Männermannschaft zurück.

In den Jahren 2003, 2005 und 2007 wurde ein großes Sportfest veranstaltet, welches regen Zuspruch fand, die „Olympiade für Jedermann“. In Zusammenarbeit mit dem Ortsvorsteher Christian Göritz, dem Familienzentrum Altes Lager sowie der Freiwilligen Feuerwehr konnte sich jeder im Weitsprung, im Kugelstoßen, im 60m Lauf der Frauen und Kinder sowie im 100m Lauf der Herren und im Bogenschießen versuchen. Es gab Medaillen und Urkunden.

Seit 2007 gab es keine Mannschaft mehr in der Freizeitliga. Die Spieleranzahl war zu gering.

Doch seit einigen Jahren ist es nicht nur im Sportverein schwerer geworden, Einwohner für eine ehrenamtliche Tätigkeit zu motivieren. Die Männermannschaft wird durch den Mannschaftskapitän Sebastian Sprenger trainiert und spielt mit Erfolg in der Kreisklasse.

Der Trainer im Jugendbereich ist Marko Göritz mit Unterstützung durch andere Vereinsmitglieder.

Der Jugendbereich bestand mit einer Pause von 2001 bis 2004 seit dem Jahr 1998 kontinuierlich fort. Den Höhepunkt bildete die Saison 2006/07 in der der Verein eine F-, eine D- und eine C-Mannschaft gemeldet hatte.

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Seit dem Jahr 2005 gibt es auch wieder eine Sektion Kraftsport in der Sportgemeinschaft. Unter der Leitung von Timo Kalisch wurden im Keller des Sportlerheimes Räume umgebaut, so dass dort jetzt mehrere Krafträume genutzt werden können. Ein Stamm von ca. 20 Sportlern trainiert dort regelmäßig.

(Quelle: Silke Göritz, www.altes-lager.eu)